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Android Auto im Wandel: Widgets, neue Oberfläche, Gemini & mehr – das ist geplant und bereits umgesetzt
Android Auto steht vor dem größten Umbruch seit seiner Einführung. Google arbeitet seit einiger Zeit an einer neuen Vision für das Infotainment-System im Auto: mehr Personalisierung, mehr Informationen auf einen Blick und eine tiefere KI-Integration. Begriffe wie Widgets, Wetter, Kalender, Galerie und vor allem Gemini tauchen dabei immer häufiger auf. Doch was davon ist bereits Realität – und was befindet sich noch in Planung?
Neue Android-Auto-Oberfläche: Das steckt bereits im System
Mit dem sogenannten „Coolwalk“-Design hat Google die Basis für die neue Android-Auto-Generation gelegt. Diese Oberfläche ist bereits öffentlich ausgerollt und auf den meisten Fahrzeugen verfügbar.
- Split-Screen-Ansicht für Navigation, Medien und Kommunikation
- Bessere Nutzung von breiten Displays
- Kontextbezogene Informationen (Navigation + Musik gleichzeitig)
- Überarbeitete Schnellzugriffe und Benachrichtigungen
Coolwalk ist damit das Fundament, auf dem alle kommenden Funktionen aufbauen.
Widgets in Android Auto: Realität oder Zukunft?
Widgets sind eines der meistdiskutierten Themen rund um Android Auto. Aktuell gilt:
- Es gibt noch keine frei platzierbaren Widgets wie auf dem Smartphone
- Google testet jedoch widget-ähnliche Karten im Hintergrund
Diese Karten zeigen Informationen wie:
- Wetterdaten
- Nächste Kalendereinträge
- Navigationserinnerungen
- Mediensteuerung
Intern spricht Google von einem „Contextual Surface“-Ansatz – also Inhalte, die sich automatisch an Situation, Tageszeit und Fahrt anpassen.
Wetter & Kalender: Bereits teilweise integriert
Wetter- und Kalenderinformationen sind bereits heute indirekt in Android Auto nutzbar:
- Kalendereinträge werden für Navigation und Erinnerungen verwendet
- Sprachabfragen nach Wetter sind möglich
Was jedoch noch fehlt, ist eine permanente visuelle Anzeige. Genau hier sollen künftige Widget-Elemente ansetzen.
Galerie & Medien: Warum Google vorsichtig ist
Eine klassische Galerie-App wird es in Android Auto nicht geben – zumindest nicht während der Fahrt. Aus Sicherheitsgründen blockiert Google visuelle Ablenkungen konsequent.
Geplant sind jedoch:
- Anzeige von Bildern im Stand (z. B. Ladepause)
- Visualisierte Informationen für Fahrzeuge mit großem Display
- Erweiterte Medienansichten für Podcasts und Musik
Gemini kommt in Android Auto – offiziell bestätigt
Der wichtigste Punkt: Google Gemini ersetzt schrittweise den Google Assistant – auch in Android Auto.
Das ist bereits offiziell angekündigt und teilweise umgesetzt.
Was Gemini in Android Auto ermöglichen soll
- Natürlichere Sprachdialoge
- Mehrstufige Befehle („Navigiere zur Arbeit und spiele meine Pendler-Playlist“)
- Kontextverständnis über mehrere Apps hinweg
- Intelligente Vorschläge während der Fahrt
Gemini ist dabei vollständig sprachgesteuert – eine visuelle KI-Oberfläche ist nicht geplant, um Ablenkung zu vermeiden.
Was ist schon öffentlich – und was noch in Entwicklung?
| Funktion | Status |
|---|---|
| Neue Oberfläche (Coolwalk) | Bereits ausgerollt |
| Split-Screen & Kontextkarten | Öffentlich verfügbar |
| Widgets (frei platzierbar) | Geplant / in Entwicklung |
| Wetter- & Kalenderkarten | Teilweise umgesetzt |
| Galerie-Funktionen | Stark eingeschränkt / geplant |
| Gemini KI-Integration | Rollout läuft |
Warum Android Auto sich bewusst langsam entwickelt
Im Gegensatz zu Smartphone-Oberflächen gilt im Auto ein strenger Sicherheitsrahmen. Jede neue Funktion muss:
- Ablenkungsfrei sein
- Während der Fahrt sicher funktionieren
- Von Autoherstellern freigegeben werden
Deshalb setzt Google auf schrittweise Aktivierung statt radikaler Änderungen.
Android Auto wird intelligenter – aber nicht bunter
Android Auto bekommt keine verspielte Tablet-Oberfläche, sondern entwickelt sich zu einem kontextsensitiven, KI-gestützten Assistenzsystem. Widgets, Wetter und Kalender kommen – aber kontrolliert. Gemini wird dabei zur zentralen Schnittstelle zwischen Fahrer, Fahrzeug und Smartphone.
Viele Neuerungen sind bereits öffentlich, andere stehen kurz vor dem Rollout. 2026 dürfte Android Auto deutlich smarter wirken als heute – ohne dabei die Sicherheit aus den Augen zu verlieren.

