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Mobilfunk 2026: Diese Änderungen gelten zum Start ins neue Jahr
Der Jahreswechsel auf 2026 bringt im Mobilfunkbereich spürbare Neuerungen. Neben technischem Fortschritt beim Netzausbau gibt es regulatorische Änderungen, neue Roaming-Regeln und wichtige Weichenstellungen für die kommenden Jahre. Hier ist der kompakte Überblick über die wichtigsten Mobilfunk-Änderungen zum Start ins Jahr 2026.
1) Netzausbau: 5G wird leistungsfähiger und flächendeckender
Der Ausbau der 5G-Netze schreitet 2026 weiter voran. Alle großen Netzbetreiber investieren in zusätzliche Standorte, mehr Kapazität und modernere Technik. Der Fokus liegt dabei besonders auf:
- 5G-Standalone (5G SA) (eigenständiges 5G ohne LTE-Abhängigkeit)
- niedrigeren Latenzen (wichtig z. B. für Gaming, Cloud-Apps, Industrie)
- stabileren Datenraten – auch bei hoher Auslastung
Für Nutzer bedeutet das: mehr Stabilität, bessere Indoor-Versorgung in vielen Regionen und ein insgesamt zuverlässigeres mobiles Internet.
2) Frequenzen: 1&1 kann eigene Ressourcen im 2,1-GHz-Band nutzen
Eine der wichtigsten Änderungen: Seit dem 1. Januar 2026 darf 1&1 eigene Frequenzen im 2,1-GHz-Bereich nutzen (Frequenzen, die früher stark mit 3G/UMTS verbunden waren). Diese werden nun für LTE und 5G eingesetzt.
Das ist strategisch relevant, weil 1&1 dadurch mittelfristig unabhängiger wird und der Wettbewerb im Mobilfunkmarkt weiter zunimmt – was langfristig auch für Verbraucher interessant sein kann.
3) Roaming 2026: Ukraine im EU-Roaming
Für Reisende und Menschen mit familiären oder beruflichen Verbindungen in die Ukraine besonders relevant: Seit dem 1. Januar 2026 sind Roaming-Gebühren zwischen EU und Ukraine entfallen. Praktisch heißt das: Telefonie, SMS und mobiles Internet funktionieren zu ähnlichen Konditionen wie im EU-Ausland – ohne zusätzliche Roamingpakete.
4) Alte Standards verlieren weiter an Bedeutung: 2G/3G wird zunehmend irrelevant
3G ist bereits Geschichte – und auch 2G spielt im Alltag immer weniger eine Rolle. 2026 zeigt sich deutlicher denn je: Geräte ohne LTE (4G) oder 5G sind zunehmend eingeschränkt nutzbar (z. B. bei Datenverbindungen, VoLTE/Telefonie-Features oder Netzabdeckung).
Tipp: Wer noch ein älteres Gerät nutzt, sollte prüfen, ob LTE und idealerweise 5G unterstützt werden – besonders bei Neuanschaffung oder Tarifwechsel.
5) Netzsicherheit: Umbau der Infrastruktur bis Ende 2026
Ein weiteres großes Thema ist die Netzsicherheit. In Deutschland sollen bis Ende 2026 sicherheitsrelevante Komponenten bestimmter Hersteller in zentralen Netzbereichen ausgetauscht werden. Für Endkunden hat das meist keine direkte Auswirkung im Alltag – langfristig dient es jedoch der Stabilität und Sicherheit der Netze.
6) Datennutzung steigt weiter: Silvester-Rekorde als Trendindikator
Die mobile Datennutzung wächst kontinuierlich – und Ereignisse wie die Silvesternacht zeigen regelmäßig neue Spitzenwerte. Video, Social Media, Streaming, Cloud-Apps und Messaging treiben den Bedarf weiter nach oben. Das erklärt, warum Netzbetreiber 2026 noch stärker auf Kapazitätsausbau und 5G-Optimierung setzen.
7) Blick nach vorn: 5G-Advanced und 6G-Forschung
2026 gilt auch als Übergangsjahr in Richtung nächster Evolutionsstufen:
- 5G-Advanced (5.5G): effizientere Netze, bessere Auslastung, neue Funktionen
- 6G-Forschung: noch weit weg vom Massenmarkt, aber strategisch bereits ein Thema
Was Mobilfunkkunden 2026 erwartet
Zum Start ins Jahr 2026 wird klar: Der Mobilfunk entwickelt sich weiter in Richtung mehr 5G, mehr Stabilität und mehr Nutzerfreundlichkeit – vor allem durch Ausbau, neue Frequenznutzung und erweiterte Roaming-Regeln.
- Mehr 5G-Ausbau und stärkerer Fokus auf 5G-Standalone
- 1&1 startet mit wichtigen eigenen Frequenzressourcen
- EU-Roaming wird auf die Ukraine ausgeweitet
- 2G/3G wird weiter weniger relevant – LTE/5G wird Standard
- Netzsicherheit bleibt ein zentrales Infrastrukturthema
Hinweis: Verfügbarkeiten, Ausbaustände und Details können sich je nach Region und Anbieter unterscheiden.
