Starlink in Bosnien & Herzegowina, Montenegro & Serbien: Warum noch immer nicht verfügbar – trotz Ankündigung?

Starlink in Bosnien & Herzegowina, Montenegro & Serbien: Warum noch immer nicht verfügbar – trotz Ankündigung?
Starlink in Bosnien & Herzegowina, Montenegro & Serbien: Warum noch immer nicht verfügbar – trotz Ankündigung?
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Starlink in Bosnien, Montenegro & Serbien: Warum noch immer nicht verfügbar – trotz 2026-Ankündigung?

Während Starlink in fast ganz Europa längst verfügbar ist, fehlen drei Länder weiterhin auf der offiziellen Verfügbarkeitskarte: Bosnien & Herzegowina, Montenegro und Serbien. Rundherum ist das Satelliteninternet von SpaceX aktiv – etwa in Kroatien oder Albanien. Doch warum stockt der Start ausgerechnet hier?

Starlink fast überall – nur der Westbalkan fehlt

Ein Blick auf die offizielle Starlink Availability Map zeigt: Große Teile Europas sind bereits erschlossen. Auch kleinere Märkte wie Albanien wurden freigeschaltet. Für Bosnien & Herzegowina, Montenegro und Serbien steht aktuell jedoch „Verfügbar ab 2026“.

Diese Angabe wird seit mehreren Jahren immer wieder verschoben. Zuvor war teils von 2022, 2023, 2024, 2025 die Rede. Doch woran liegt das?

Was wurde 2025 konkret diskutiert?

Im Frühjahr 2025 gab es in allen drei Ländern Berichte über regulatorische Gespräche mit Starlink. Dabei ging es vor allem um:

  • Lizenzierung von LEO-Satellitenanbietern
  • Frequenzkoordination im Ku- und Ka-Band
  • Sicherheits- und Datenverkehrsfragen
  • Anpassungen nationaler Telekommunikationsgesetze
  • Steuer- und Zulassungsmodelle

Insbesondere in Bosnien und Herzegowina sollen Gespräche mit der Regulierungsbehörde CRA geführt worden sein. Auch Serbien prüfte offenbar Anpassungen im Telekommunikationsrecht für Satelliteninternet-Anbieter.

Warum ist Starlink technisch längst möglich?

Wichtig: Das Problem ist nicht technischer Natur. Die Starlink-Satelliten decken die Region orbital bereits vollständig ab. Auch Nachbarländer wie Kroatien und Ungarn nutzen das System problemlos.

Die Hürden liegen ausschließlich in:

  • nationalen Lizenzverfahren
  • Frequenzfreigaben
  • Import- und Gerätegenehmigungen
  • staatlichen Sicherheitsprüfungen

Besondere Situation in den drei Ländern

Bosnien und Herzegowina

Die komplexe Verwaltungsstruktur (staatliche Ebene, Föderation, Republika Srpska) sorgt regelmäßig für Verzögerungen bei regulatorischen Entscheidungen. Telekommunikation ist politisch sensibel.

Montenegro

Hier gilt der Markt als klein, aber grundsätzlich technologieoffen. Wahrscheinlicher Grund für die Verzögerung: administrative Prozesse und wirtschaftliche Priorisierung.

Serbien

Serbien reguliert seinen Telekommunikationsmarkt sehr kontrolliert. Satelliteninternet unterliegt hier besonders sorgfältiger Prüfung – auch aus sicherheitspolitischen Gründen.

Warum jetzt „Verfügbar ab 2026“?

Diese Angabe deutet meist darauf hin, dass:

  • Gespräche fortgeschritten sind
  • Lizenzverfahren laufen
  • aber noch keine finale Genehmigung unterschrieben wurde

Starlink setzt solche Jahresangaben oft konservativ, wenn regulatorische Prozesse noch nicht vollständig abgeschlossen sind.

Kann man Starlink trotzdem nutzen?

Technisch wäre eine Nutzung über importierte Hardware aus Kroatien oder Albanien möglich. Rechtlich bewegt man sich jedoch in einer Grauzone, da keine offizielle Zulassung im jeweiligen Land besteht.

Unsere Einschätzung für 2026

Aktuell spricht vieles dafür, dass zumindest Montenegro und Bosnien & Herzegowina 2026 offiziell freigeschaltet werden könnten. Bei Serbien hängt vieles von regulatorischen und politischen Faktoren ab. Fest steht: Es scheitert nicht an der Technik – sondern ausschließlich an Genehmigungen.


Was meinst du?
Wird Starlink 2026 endlich im gesamten Westbalkan verfügbar sein – oder erleben wir die nächste Verschiebung? Schreib es in die Kommentare auf SmartphoneAmigo.de.

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