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Starlink arbeitet an einem neuen Konzept, mit dem sich ein einzelner Satelliten-Internetanschluss künftig deutlich einfacher mit mehreren Menschen in der Umgebung teilen lässt. „Starlink for Communities“ richtet sich an sogenannte Community Hosts, die ein Starlink-Kit aufstellen und anderen Nutzern Internetzugang über flexible Stunden-, Tages-, Wochen- oder Monatspässe anbieten können.
Besonders interessant könnte das Modell für ländliche Regionen, kleinere Ortschaften, Ferienanlagen oder andere Gebiete werden, in denen schnelle Festnetzanschlüsse bislang nur eingeschränkt verfügbar sind.
Ein Starlink-Kit für mehrere Nutzer
Das Grundprinzip von Starlink for Communities ist vergleichsweise einfach. Statt dass jeder Haushalt einen eigenen Starlink-Anschluss samt Hardware und monatlichem Tarif benötigt, wird ein Starlink-Kit an einem zentralen Standort installiert.
Von dort aus können sich mehrere Personen in der näheren Umgebung mit dem Community-Netz verbinden. Der Betreiber des Anschlusses – von Starlink als Community Host bezeichnet – verdient an den Verbindungen der Nutzer.
Starlink beschreibt das Angebot mit dem Grundsatz: Ein Starlink-Kit stellt mehreren Nutzern in der Umgebung schnelles Internet bereit. Wird eine größere Fläche benötigt, soll die Abdeckung durch zusätzliche Starlink-Router oder weitere Starlink-Kits erweitert werden können.
Weitere Informationen zu Starlink for Communities direkt bei Starlink
Internet für eine Stunde, einen Tag oder einen ganzen Monat
Interessant ist vor allem das flexible Bezahlsystem. Nutzer müssen sich nicht unmittelbar für einen klassischen monatlichen Starlink-Tarif entscheiden, sondern können Internetzugang für einen bestimmten Zeitraum kaufen.
- Hour Pass: 1 Stunde für ein Gerät
- Day Pass: 24 Stunden für ein Gerät
- Week Pass: 7 Tage für ein Gerät
- Month Pass: 1 Monat für bis zu vier Geräte
Dadurch könnte das Community-Modell beispielsweise für Urlauber, Bewohner abgelegener Regionen oder Personen interessant sein, die lediglich gelegentlich einen schnellen Internetzugang benötigen.
Starlink übernimmt Bezahlung und Benutzerzugang
Der Host muss dabei offenbar kein eigenes Bezahlsystem oder eine komplizierte Nutzerverwaltung aufbauen. Nach Angaben von Starlink kümmert sich das Unternehmen selbst um Zahlungen, Benutzerzugänge und die technische Bereitstellung der Verbindung.
Der Community Host stellt hauptsächlich den Standort sowie das benötigte Starlink-Kit bereit. Idealerweise befindet sich dieses dort, wo sich mehrere potentielle Nutzer oder Haushalte in unmittelbarer Umgebung befinden.
Als mögliche Betreiber nennt Starlink unter anderem Grundstückseigentümer, Unternehmen und lokale Unternehmer.
Community Host kann mit den Verbindungen Geld verdienen
Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Programms ist die Vergütung. Starlink wirbt damit, dass Community Hosts mit jeder Verbindung Geld verdienen können.
Wie hoch diese Einnahmen tatsächlich ausfallen, ist derzeit allerdings noch nicht bekannt. Starlink nennt auf der öffentlich zugänglichen Informationsseite bislang weder konkrete Preise für die einzelnen Zugangspässe noch den Anteil, der an den jeweiligen Host ausgezahlt wird.
Damit lässt sich aktuell auch noch nicht seriös berechnen, ob und ab welcher Nutzerzahl sich der Betrieb eines Community-Standorts finanziell lohnt.
So soll Starlink for Communities funktionieren
Starlink beschreibt den Aufbau grundsätzlich in drei Schritten:
- Starlink-Kit bestellen: Der Host benötigt zunächst die entsprechende Starlink-Hardware.
- Community-Standort einrichten: Das Kit wird dort installiert, wo sich möglichst viele potentielle Nutzer in der Nähe befinden.
- Zugang bereitstellen: Nutzer verbinden sich mit dem Netzwerk und kaufen einen Stunden-, Tages-, Wochen- oder Monatspass. Der Betreiber verdient an den Verbindungen.
Starlink selbst ausprobieren
Unabhängig vom neuen Community-Programm ist Starlink bereits als regulärer Satelliten-Internetzugang erhältlich. Verfügbarkeit, Hardware und angebotene Tarife können abhängig vom jeweiligen Standort geprüft werden.
Starlink Verfügbarkeit und Angebote prüfen
Noch keine Preise für die Community-Pässe bekannt
Mehrere entscheidende Details bleiben momentan noch offen. Dazu gehören insbesondere die Preise der einzelnen Pässe, die genaue Vergütung der Hosts sowie mögliche laufende Kosten für den Betreiber.
Auch eine flächendeckende Verfügbarkeit wurde bislang nicht angekündigt. Auf der offiziellen Community-Seite können sich Interessenten derzeit dafür registrieren, informiert zu werden, sobald Starlink Community in ihrer Region verfügbar wird.
Das deutet darauf hin, dass sich das Programm weiterhin in einer frühen Phase beziehungsweise im Beta- und Vorbereitungsstadium befindet.
Spannende Idee vor allem für Regionen ohne schnelles Festnetz
Das Community-Konzept könnte eine interessante Ergänzung zum klassischen Starlink-Angebot werden. Gerade dort, wo Glasfaser, Kabel oder schnelles DSL fehlen, könnte ein zentral installierter Satellitenanschluss mehreren Personen einen unkomplizierten Internetzugang ermöglichen.
Statt dass jeder Haushalt eigene Hardware benötigt, könnten Nutzer genau für den Zeitraum bezahlen, in dem sie den Internetzugang tatsächlich benötigen.
Entscheidend wird letztlich sein, wie Starlink die Preise und die Vergütung der Community Hosts gestaltet. Sobald hierzu konkrete Informationen oder Details zu einem Start in Deutschland vorliegen, dürfte sich deutlich besser einschätzen lassen, wie attraktiv Starlink for Communities tatsächlich ist.
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