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Huawei und Xiaomi erhöhen Druck auf Apple: Neue Foldables kurz vor iPhone-Premiere
Der Kampf um den Foldable-Markt geht in die nächste Runde: Huawei und Xiaomi haben am 7. September 2026 nahezu zeitgleich zwei neue faltbare High-End-Smartphones vorgestellt. Mit dem Huawei Mate XT 2 und dem Xiaomi 18 Fold setzen die beiden chinesischen Hersteller dabei auf unterschiedliche Konzepte – und der Zeitpunkt dürfte kaum zufällig gewählt sein.
Denn Apple steht unmittelbar vor dem Einstieg in den Markt für faltbare Smartphones. Damit entwickelt sich aus einer bislang vor allem von Samsung und chinesischen Herstellern dominierten Produktkategorie möglicherweise einer der spannendsten Smartphone-Wettbewerbe der kommenden Jahre.
Huawei Mate XT 2: Das Smartphone wird zum Tablet
Huawei geht mit dem Mate XT 2 erneut einen besonders außergewöhnlichen Weg. Statt eines klassischen Foldables mit einer einzelnen Faltstelle setzt der Hersteller auf ein Tri-Fold-Konzept.
Das Smartphone lässt sich über zwei Scharniere aufklappen und erreicht vollständig geöffnet die Größe eines kleinen Tablets.
Huawei verlangt dafür allerdings einen entsprechend hohen Preis. Das Mate XT 2 startet in China bei 19.999 Yuan. Je nach Speicherausstattung und Variante steigt der Preis auf bis zu 24.999 Yuan.
Damit bewegt sich das neue Huawei-Foldable umgerechnet in einer Preisregion von rund 3.000 US-Dollar und darüber.
Kirin 9050 Pro und neues Faltkonzept
Auch technisch möchte Huawei zeigen, dass das Mate XT 2 mehr als nur ein ungewöhnliches Smartphone-Design bietet.
Im Inneren arbeitet der neue Kirin 9050 Pro. Huawei setzt damit erneut auf einen eigenen Prozessor. Hinzu kommen unter anderem Verbesserungen bei der Konstruktion und Wasserbeständigkeit.
Eine weitere Besonderheit ist ein Privacy-Display. Dadurch soll verhindert werden, dass andere Personen seitlich problemlos auf den Bildschirminhalt schauen können.
Huawei baut seine Position im Foldable-Bereich damit konsequent weiter aus. Gerade auf dem chinesischen Heimatmarkt ist das Unternehmen bereits enorm stark.
Xiaomi 18 Fold verfolgt ein anderes Konzept
Fast zeitgleich hat Xiaomi mit dem Xiaomi 18 Fold sein neues faltbares Flaggschiff vorgestellt.
Xiaomi verfolgt allerdings einen deutlich anderen Ansatz. Statt eines Tri-Fold-Designs handelt es sich um ein klassisches Book-Style-Foldable, das im geschlossenen Zustand vergleichsweise kompakt ausfällt und sich anschließend zu einem größeren Display aufklappen lässt.
Im geöffneten Zustand können beispielsweise drei Apps gleichzeitig nebeneinander dargestellt werden. Damit möchte Xiaomi insbesondere die Produktivität auf dem großen Display hervorheben.
Xiaomi setzt ebenfalls auf eigenen Prozessor
Interessant ist außerdem, dass nicht nur Huawei auf eigene Chipentwicklung setzt.
Das Xiaomi 18 Fold wird von Xiaomis eigenem Prozessor angetrieben. Damit versuchen chinesische Smartphone-Hersteller zunehmend, wichtige Komponenten ihrer Premium-Smartphones selbst zu entwickeln.
Beim Preis liegt Xiaomi deutlich unter Huawei. Das Xiaomi 18 Fold startet in China bei 10.999 Yuan. Die teuerste Variante kostet 14.999 Yuan.
Günstig ist das Smartphone damit keineswegs. Im direkten Vergleich mit Huaweis extrem hochpreisigem Tri-Fold wirkt das Xiaomi-Modell allerdings beinahe zurückhaltend.
Huawei dominiert Foldables in China
Besonders wichtig ist der chinesische Markt. Huawei erreichte dort zuletzt einen Marktanteil von rund 68 Prozent bei faltbaren Smartphones.
International sieht die Situation anders aus. Dort gehört insbesondere Samsung weiterhin zu den wichtigsten Foldable-Herstellern.
Mit Apples Einstieg könnte sich die gesamte Marktdynamik nun jedoch verändern.
Und jetzt kommt Apple
Der Zeitpunkt der Präsentationen von Huawei und Xiaomi ist deshalb besonders interessant. Beide Unternehmen haben ihre neuen Foldables nur zwei Tage vor Apples großer Produktveranstaltung vorgestellt.
Apple wird dabei erstmals mit einem eigenen faltbaren iPhone in Verbindung gebracht. Sollte Apple tatsächlich in diesen Markt einsteigen, wäre das einer der größten Designwechsel beim iPhone seit vielen Jahren.
Apple wäre gleichzeitig vergleichsweise spät dran. Samsung verkauft bereits seit Jahren Foldables, Huawei hat inzwischen mehrere Generationen entwickelt und auch Hersteller wie Xiaomi, Honor und weitere chinesische Anbieter haben erhebliche Erfahrungen mit faltbaren Displays gesammelt.
Genau das könnte den Wettbewerb aber besonders interessant machen.
Apple könnte Foldables aus der Nische holen
Faltbare Smartphones gehören trotz jahrelanger Entwicklung noch immer nicht zum absoluten Massenmarkt. Hohe Preise, sichtbare Displayfalten, komplexe Scharniere und teilweise offene Fragen bei der Haltbarkeit haben bislang viele Käufer abgeschreckt.
Apple könnte hier eine besondere Rolle spielen. Der Hersteller steigt häufig erst dann in eine Produktkategorie ein, wenn sich die zugrunde liegende Technologie bereits weiterentwickelt hat.
Entsprechend hoch sind die Erwartungen an ein faltbares iPhone – insbesondere an das Scharnier, die Haltbarkeit und die Displayfalte.
Drei Hersteller, drei unterschiedliche Strategien
Besonders spannend ist, wie unterschiedlich die Hersteller das Thema Foldable interpretieren.
- Huawei setzt mit dem Mate XT 2 auf ein aufwendiges Tri-Fold-Konzept, das sich zu einem großen Tablet entfalten lässt.
- Xiaomi verfolgt mit dem 18 Fold einen kompakteren Book-Style-Ansatz und legt großen Wert auf Leistung und Multitasking.
- Apple könnte nun erstmals in den Foldable-Markt einsteigen und versuchen, das Konzept einem wesentlich größeren Kundenkreis näherzubringen.
Hinzu kommt Samsung, das den internationalen Markt für faltbare Smartphones seit Jahren entscheidend mitprägt.
SmartphoneAmigo-Einschätzung
Der September 2026 könnte zu einem Wendepunkt für faltbare Smartphones werden. Huawei und Xiaomi zeigen mit ihren neuen Geräten, dass chinesische Hersteller beim Foldable-Design längst nicht mehr nur experimentieren.
Huawei geht mit seinem Tri-Fold technisch besonders weit, während Xiaomi versucht, ein leistungsstarkes Foldable in einem alltagstauglicheren Format anzubieten.
Die entscheidende Frage ist nun allerdings, welchen Einfluss Apple auf den Markt haben wird. Sollte das erste faltbare iPhone überzeugen, könnten Foldables deutlich stärker in den Mainstream rücken.
Huawei und Xiaomi haben jedenfalls deutlich gemacht, dass sie Apple das Feld nicht kampflos überlassen werden.
