EU-Roaming bald auch für Bosnien & Westbalkan? Nach Ukraine & Moldau rückt die Erweiterung näher

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EU-Roaming bald auch für Bosnien & Westbalkan? Nach Ukraine & Moldau rückt die Erweiterung näher
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EU-Roaming bald auch für Bosnien & Westbalkan? Nach Ukraine & Moldau rückt die Erweiterung näher

EU-Roaming ist längst nicht mehr nur ein Thema für EU-Mitgliedsstaaten.
Nachdem feststeht, dass die Ukraine und Moldau ab dem 01.01.2026 in das EU-Roaming-System integriert werden, stellt sich nun die nächste Frage:
Kommt „Roam Like At Home“ bald auch für Bosnien, Serbien, Montenegro & Co.?


Ukraine & Moldau ab 2026 im EU-Roaming

Die Ukraine und Moldau sind keine EU-Mitglieder – trotzdem werden sie ab 2026 faktisch Teil des EU-Roaming-Systems. Möglich wird das durch die Angleichung an EU-Telekomrecht im Rahmen der Beitrittsprozesse.

👉 Ausführlich haben wir das hier erklärt:
Ukraine & Moldau ab 01.01.2026 im EU-Roaming – Was bedeutet das?

Damit ist klar: EU-Roaming ist inzwischen auch ein politisches Integrationsinstrument – nicht nur ein Binnenmarkt-Vorteil.


Was ist mit Bosnien, Serbien & dem Westbalkan?

Im Fokus stehen aktuell folgende Länder:

  • Bosnien und Herzegowina
  • Serbien
  • Montenegro
  • Nordmazedonien
  • Albanien

Diese Staaten sind EU-Beitrittskandidaten oder potenzielle Kandidaten. Die EU-Kommission führt bereits Gespräche zur stärkeren digitalen Integration – inklusive Telekommunikationsregulierung.

Was bereits umgesetzt wurde:

  • Seit 2021 ist Roaming innerhalb des Westbalkans abgeschafft.
  • Seit 2023 gelten Preisdeckel zwischen EU und Westbalkan.
  • Einige Mobilfunkanbieter erweitern ihre EU-Zonen freiwillig.

Was noch fehlt:

  • Regulierte Großhandelspreise wie in der EU
  • Vollständige Angleichung an EU-Telekomrecht
  • Offizielle Aufnahme in „Roam Like At Home“

Warum ging es bei Ukraine & Moldau schneller?

Die Integration wurde politisch priorisiert:

  • Beschleunigter EU-Beitrittsprozess
  • Schnelle regulatorische Angleichung
  • Klares politisches Signal der Unterstützung

Beim Westbalkan läuft dieser Prozess ebenfalls – aber deutlich langsamer.


Erweitern Anbieter das EU-Roaming schon freiwillig?

Ja – teilweise.

Einige Provider haben einzelne Länder bereits in ihre EU-Optionen integriert oder bieten spezielle Reise-Optionen ohne massive Zusatzkosten an. Das ist jedoch keine EU-weite gesetzliche Regelung, sondern eine freiwillige Entscheidung der Netzbetreiber.

Für deutsche Kunden gilt aktuell weiterhin:

  • Bosnien, Serbien & Co. sind meist Zone 2 oder 3
  • Datennutzung kann teuer werden
  • Reiseoptionen oder eSIM-Lösungen sind oft günstiger

Kommt die vollständige Erweiterung?

Die Richtung ist politisch klar: Die EU möchte den Westbalkan digital integrieren.

Realistisch betrachtet:

  • 2026–2027: Weitere Preissenkungen wahrscheinlich
  • Mittelfristig: Integration möglich bei Fortschritten im Beitrittsprozess
  • Aktuell: Noch kein offizieller Beschluss zur vollständigen EU-Roaming-Ausweitung

EU-Roaming wird größer – aber Schritt für Schritt

Mit der Integration von Ukraine und Moldau ab 2026 ist klar: EU-Roaming endet nicht mehr an den EU-Außengrenzen.

Für den Westbalkan laufen Gespräche, erste Maßnahmen sind umgesetzt – aber eine vollständige Gleichstellung steht noch aus.

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