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Starlink in Montenegro: Eigene Firma gegründet – Start rückt näher
Beim geplanten Start von Starlink in Montenegro gibt es konkrete Fortschritte. SpaceX hat mit Starlink Montenegro d.o.o. inzwischen eine eigene Gesellschaft in dem Balkanland gegründet. Das Unternehmen wurde bereits am 29. April 2026 in Podgorica registriert. Damit ist eine wichtige Voraussetzung für einen zukünftigen kommerziellen Start des Satelliteninternets geschaffen.
Ganz abgeschlossen sind die Vorbereitungen allerdings noch nicht. Für die reguläre Bereitstellung von Telekommunikationsdiensten sind weitere regulatorische Schritte erforderlich. Eine frühere Prognose, wonach Starlink möglicherweise bereits bis Ende des zweiten Quartals 2026 starten könnte, hat sich bislang offenbar nicht erfüllt.
Interessant ist außerdem: Wir konnten selbst feststellen, dass Starlink bereits Vorreservierungen mit einer Adresse in Montenegro ermöglicht. Wann diese Möglichkeit freigeschaltet wurde und ob sie unmittelbar mit den aktuellen regulatorischen Fortschritten zusammenhängt, lässt sich derzeit allerdings nicht feststellen.
Starlink Montenegro wurde am 29. April 2026 gegründet
Der bislang wichtigste konkrete Schritt erfolgte am 29. April 2026. Nach den vorliegenden Registrierungsinformationen wurde Starlink Montenegro als Gesellschaft mit beschränkter Haftung mit Sitz in Podgorica gegründet.
Als Geschäftsführer ist Zdravko Gardović eingetragen. Der Unternehmenssitz befindet sich am Bulevar Svetog Petra Cetinjskog in Podgorica.
Das eingetragene Stammkapital beträgt lediglich zwei Euro. Wesentlich interessanter ist allerdings der angegebene Geschäftszweck: Dieser umfasst Kabel-, drahtlose und Satellitentelekommunikation und passt damit unmittelbar zum Geschäftsmodell von Starlink.
Nach den verfügbaren Unternehmensinformationen befindet sich Starlink Montenegro vollständig im Besitz von Starlink Holdings Netherlands B.V., einer europäischen Gesellschaft innerhalb der Starlink- beziehungsweise SpaceX-Unternehmensstruktur.
EKIP: Firmengründung ist noch nicht der letzte Schritt
Die Gründung einer eigenen Gesellschaft bedeutet allerdings noch nicht, dass Starlink seinen regulären Internetdienst in Montenegro unmittelbar anbieten kann.
Eine entscheidende Rolle spielt die montenegrinische Agencija za elektronske komunikacije i poštansku djelatnost (EKIP), also die zuständige Regulierungsbehörde für elektronische Kommunikation und Postdienste.
Bereits Ende Februar wurde bekannt, dass Starlink mit der Unternehmensregistrierung in Montenegro begonnen hatte. Diese wurde als erster Schritt auf dem Weg zum Status als Telekommunikationsanbieter bezeichnet.
Nach der erfolgreichen Firmengründung ist insbesondere die Eintragung in das Betreiberregister der EKIP von Bedeutung. Erst nach Erfüllung der entsprechenden regulatorischen Voraussetzungen kann Starlink seinen Dienst regulär für Kunden in Montenegro anbieten.
Ursprünglich war ein Start bis Ende Q2 2026 im Gespräch
Besonders interessant ist der ursprüngliche Zeitplan. Vonseiten der EKIP wurde zuvor die Möglichkeit genannt, dass Starlink bis zum Ende des zweiten Quartals 2026 mit dem Betrieb in Montenegro beginnen könnte – vorausgesetzt, alle administrativen und regulatorischen Voraussetzungen würden rechtzeitig erfüllt.
Das zweite Quartal endete allerdings bereits am 30. Juni 2026. Ein regulärer Starlink-Start in Montenegro ist bislang nicht erfolgt.
Die damalige Aussage sollte deshalb heute nicht mehr als aktueller Starttermin verstanden werden. Sie zeigt jedoch, dass die Vorbereitungen bereits seit mehreren Monaten laufen und ein Markteintritt von Starlink konkret verfolgt wird.
Starlink-Vorreservierung mit Montenegro-Adresse möglich
Parallel dazu gibt es einen weiteren interessanten Punkt. Wir haben selbst überprüft, ob eine montenegrinische Adresse auf der Starlink-Seite für eine Vorreservierung akzeptiert wird.
Das funktioniert tatsächlich. Eine Adresse aus Montenegro kann für den entsprechenden Reservierungsprozess verwendet werden.
Allerdings ist bei der Interpretation Vorsicht geboten. Wir können nicht feststellen, seit wann Starlink Vorreservierungen für Montenegro ermöglicht. Die Möglichkeit allein ist daher kein Beweis dafür, dass der kommerzielle Start unmittelbar bevorsteht.
Eine ähnliche Situation haben wir auch in Bosnien und Herzegowina untersucht. Dort haben wir mit einem neu angelegten Starlink-Konto eine bosnische Adresse angegeben und die angebotene Anzahlung sogar selbst durchgeführt. Starlink bestätigte unsere Reservierung anschließend erfolgreich.
Wir haben selbst getestet, ob Starlink eine bosnische Adresse akzeptiert und eine Vorreservierung tatsächlich funktioniert – inklusive Anzahlung und Bestätigung.
Montenegro, Bosnien und Serbien noch ohne reguläres Angebot
Montenegro gehört zusammen mit Bosnien und Herzegowina sowie Serbien weiterhin zu den interessanten weißen Flecken auf der Starlink-Karte in dieser Region Europas. Ein reguläres Angebot ist dort bislang nicht in gleicher Weise verfügbar wie in zahlreichen anderen europäischen Märkten.
Gleichzeitig bewegt sich insbesondere in Montenegro und Bosnien und Herzegowina einiges. In beiden Ländern wurden inzwischen lokale Starlink-Gesellschaften gegründet.
Auch Vorreservierungen lassen sich nach unseren Tests nicht nur mit montenegrinischen, sondern ebenfalls mit bosnischen und serbischen Adressen aufrufen.
Das zeigt zwar das grundsätzliche Interesse von Starlink an diesen Märkten, erlaubt aber noch keine zuverlässige Aussage darüber, welches der Länder zuerst regulär freigeschaltet wird.
Auch in Bosnien läuft das Starlink-Genehmigungsverfahren
Besonders interessant ist der Vergleich mit dem Nachbarland Bosnien und Herzegowina. Dort ist Starlink regulatorisch ebenfalls bereits einen großen Schritt weiter.
Mit Starlink BH d.o.o. Sarajevo wurde eine lokale Gesellschaft gegründet. Darüber hinaus stellte Starlink am 22. Mai 2026 bei der bosnischen Kommunikationsregulierungsbehörde RAK einen Antrag auf die erforderliche Genehmigung zur Bereitstellung von Internetzugangsdiensten.
Die RAK hat die eingereichten Unterlagen bereits analysiert und Ergänzungen angefordert. Das Verfahren läuft weiterhin.
Eigene Gesellschaft gegründet, Lizenzantrag eingereicht: Alle Hintergründe zum aktuellen Stand von Starlink in Bosnien und Herzegowina.
Warum Starlink gerade für Montenegro interessant sein könnte
Montenegro ist für Satelliteninternet aus mehreren Gründen ein interessanter Markt. Das Land verfügt zwar über moderne Telekommunikationsnetze, gleichzeitig erschwert die geografische Struktur eine flächendeckende Versorgung mit leistungsfähiger Festnetzinfrastruktur.
Insbesondere in Bergregionen, ländlichen Gebieten und abgelegenen Ortschaften kann der Ausbau von Glasfaser oder anderen Festnetztechnologien aufwendig und teuer sein.
Starlink benötigt dagegen keine klassische DSL-, Kabel- oder Glasfaserleitung bis zum Gebäude. Die Verbindung erfolgt über eine spezielle Antenne direkt mit dem Starlink-Satellitennetz im niedrigen Erdorbit.
Dadurch könnte der Dienst beispielsweise für folgende Einsatzbereiche interessant werden:
- ländliche und schwer erreichbare Wohngebiete
- Häuser und Ferienimmobilien in Bergregionen
- Hotels, Ferienanlagen und andere touristische Betriebe
- abgelegene Arbeitsplätze und Unternehmen
- maritime Anwendungen und den Tourismussektor an der Adriaküste
Tourismus könnte von Starlink profitieren
Gerade der Tourismus macht Montenegro zu einem besonderen Anwendungsfall. An der Adriaküste, aber auch in den zunehmend beliebten Bergregionen, ist eine leistungsfähige Internetverbindung für Hotels, Ferienwohnungen und andere touristische Betriebe immer wichtiger.
Hinzu kommen Reisende und sogenannte Digital Nomads, die während längerer Aufenthalte auf eine leistungsfähige Verbindung angewiesen sind.
Starlink könnte hier insbesondere an Standorten eine Alternative darstellen, an denen der Ausbau einer schnellen kabelgebundenen Infrastruktur technisch schwierig oder wirtschaftlich wenig attraktiv ist.
Starlink im Praxistest: So schnell kann Satelliteninternet sein
Wie Starlink unter realen Bedingungen funktioniert, haben wir bereits selbst getestet. Für unseren ausführlichen Praxistest haben wir Starlink in Bosnien und Herzegowina eingesetzt und uns unter anderem Geschwindigkeit und Alltagstauglichkeit angesehen.
Der Test ist auch für Interessenten aus Montenegro spannend, da er einen Eindruck davon vermittelt, was mit Starlink unter geeigneten Bedingungen praktisch möglich ist.
Wie schnell ist Starlink wirklich? Wir haben das Satelliteninternet selbst unter realen Bedingungen in Bosnien und Herzegowina getestet.
Wann startet Starlink offiziell in Montenegro?
Diese Frage lässt sich derzeit noch nicht seriös mit einem konkreten Datum beantworten.
Die Firmengründung am 29. April 2026 ist ein wichtiger Schritt. Für den kommerziellen Betrieb müssen allerdings die regulatorischen Voraussetzungen erfüllt sein.
Der ursprünglich in Aussicht gestellte Zeitraum bis Ende des zweiten Quartals 2026 ist bereits verstrichen. Gleichzeitig zeigen die Gründung von Starlink Montenegro d.o.o. und die bereits mögliche Vorreservierung, dass Montenegro für Starlink weiterhin ein konkreter Markt ist.
Entscheidend wird nun insbesondere sein, wann die erforderlichen Schritte bei der EKIP vollständig abgeschlossen sind und Starlink sein reguläres Angebot für Montenegro freischaltet.
Unsere Einschätzung: Montenegro ist einen großen Schritt weiter
Die Gründung einer eigenen Starlink-Gesellschaft ist eines der bislang deutlichsten Signale für einen geplanten offiziellen Markteintritt in Montenegro. Aus einer bloßen Ankündigung ist mittlerweile eine konkrete Unternehmensstruktur vor Ort geworden.
Gleichzeitig sollte man die Erwartungen realistisch halten. Der ursprünglich für möglich gehaltene Start bis Ende Q2 2026 ist nicht erfolgt und ein neuer offizieller Termin liegt bislang nicht vor.
Die Vorreservierung mit einer montenegrinischen Adresse ist ein weiteres interessantes Detail. Da allerdings nicht bekannt ist, seit wann diese Funktion angeboten wird und entsprechende Reservierungen auch für Bosnien und Herzegowina sowie Serbien möglich sind, sollte daraus kein konkreter Starttermin abgeleitet werden.
Wesentlich aussagekräftiger sind die institutionellen Schritte: Starlink Montenegro ist gegründet und der regulatorische Weg zum offiziellen Telekommunikationsanbieter wurde eingeschlagen.
Wir werden die Entwicklung weiter verfolgen. Besonders spannend wird sein, wann die Eintragung beziehungsweise die erforderlichen regulatorischen Schritte bei der EKIP abgeschlossen werden und Starlink einen offiziellen Starttermin sowie Preise für Montenegro bekannt gibt.
Quellen & weiterführende Informationen:
- CompanyWall Montenegro: Unternehmensinformationen zu Starlink Montenegro d.o.o. – Unternehmensprofil von Starlink Montenegro ansehen
- SmartphoneAmigo: Starlink-Reservierung und Anzahlung von uns selbst getestet
- SmartphoneAmigo: Aktueller Stand des Starlink-Lizenzverfahrens in Bosnien und Herzegowina
- SmartphoneAmigo: Starlink im ausführlichen Praxistest
